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D-Kader Training Sachsen in Zwickau

Zeitraum: 12.05.-17.05.2015 / Sposo: Markus 

Autor: Markus Uhlig

In diesem Jahr entschloss sich der sächsische Kader sein Trainingslager im schönen Zwickau abzuhalten. Anreise war am 12.05. und der letzte geplante Flugtag war der folgende Sonntag.

Die Prognose für Mittwoch war schon sehr gut, sodass wir beschlossen früh um sechs aufzustehen. Die Startbereitschaft wurde auf 9 Uhr festgelegt. Es wurden verschiedene Teams mit unterschiedlichen Erfahrungs-Leveln gebildet, damit jeder etwas lernen konnte. Der erste Tag lies gleich eine Flugzeit von 9 Stunden zu, was für die Verhältnisse hier in Deutschland schon recht lang ist. Der Weg führte erst Richtung Osten, wobei die Wende zwischen dem Bautzener Bergland und Altvatergebirge lag. Der zweite Schenkel führte alle über das Erzgebirge zurück. In Zwickau wieder angekommen, konnten einige Piloten ihre Flüge noch 50 km nach Westen verlängern.

Auch die folgenden Tage waren fliegbar. Donnerstag und Freitag war das Wetter zwar weniger gut, dafür konnten die Jantar Piloten das Fliegen mit 150l Wasser trainieren. Während der Flugweg in den Thüringerwald meist verschlossen blieb, konnten schöne Reihungen in Richtung Harz genutzt werden. Leider gab es einige Außenlandungen, da nachmittags doch massiv Warmluft einfloss. Am Samstag stand dann das wahrscheinlich einzige Wetterfenster von ganz Ostdeutschland über Zwickau. Eine Wolkenstraße ließ Liga-Schnitte um 100km/h zu. Es zog eine Front herein, die auf der Vorderseite so stark labilisierte, dass es am Ende unter 8/8 Wolkendecke überall noch ging. Leider waren die möglichen 6 OLC Schenkel zeitnah ausgeflogen. Die Prognose für Sonntag versprach noch einmal einen sehr guten Tag. Ursprünglich wollten wir aufgrund der Windprognose nach Großrückerswalde fahren, um von dort dann die Welle des Erzgebirges zu testen. Am Vorabend sahen dann aber auch die thermischen Prognosen sehr gut aus, so dass wir entschieden doch einfach von Zwickau aus zu fliegen. Thermik-Beginn war wieder sehr zeitig gegen 10:00 Uhr. Nach motivierenden Steigwerten direkt nach dem Ausklinken entschieden sich alle zügig ins Gebirge vorzustoßen. Die ersten Sprünge gestalteten sich als recht schwierig, da die Basis mit 1600 m msl noch nicht allzu hoch war. Für einige bedeutete die Situation erst einmal achtern am Hang. Daraufhin tauchten alle über den Hauptkamm in die Tschechei ab. Die Wenden lagen zwischen Usti und Mlada Boleslav. Auf dem Rückweg fand man dann im Lee vom Erzgebirge tatsächlich leichte Wellenerscheinungen, wie eine leicht ausgeprägte Blaue Lücke direkt hinter dem Kamm oder Rotorwolken die extrem zerissenes Steigen brachten. Benny Schüch berichtete sogar von leichtem laminaren Steigen vor solchen Wolken. Da die Thermik ein Stockwerk tiefer aber deutlich höhere Schnittgeschwindigkeiten ermöglichte, entschieden wir uns erst mal wieder auf das optisch gut entwickelte Erzgebirge zu springen. Der Weg von hinter Olbernhau bis Jena ging hervorragend, bis auf einen kleinen Absitzer am Werdauer Wald. Die Wende wurde bei Jena gesetzt. Ansonsten wurde unter 3m steigen nicht gekurbelt. 15:00 Uhr fielen dann die 400km auf dem 3. Schenkel, wir rechneten fest mit über 600km am Ende des Tages. Ab dem Werdauer Wald auf dem Weg nach Osten brach dann leider das Wetter extrem schnell zusammen, viel mittelhohe Feuchte, breitgelaufene Wolken, schlechte Steigwerte bescherten ein vorzeitiges Thermikende. Am Ende konnten trotzdem Strecken von über 500 km geflogen werden.

Insgesamt konnten während des D-Kadertrainings ca. 18000 km erflogen und 60 Starts gemacht werden.

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