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Klix 2015

Zeitraum: 01.05.-09.05.2015 / Sposos: Markus und Joshua

Autor: Joshua Arntz

Zu meinem ersten Wettbewerb dieses Jahr ging es nach Klix (bei Bautzen). Die Wertungsflüge begannen am 01. Mai, jedoch reiste ich ein paar Tage früher an um die Gegend kennen zu lernen. Markus, als weiterer Sposo, nahm ebenfalls an diesem Wettbewerb teil.Nachfolgend ein paar Eindrücke zum Wettbewerb aus meiner Sicht:

29.04.

Der Tag war gut vorhergesagt und nach dem F-Schlepp ging es erst nach Westen Richtung Holzdorf, danach nach Eisenhüttenstadt und dann auf polnischer Seite nach Süden. Bei guten Bedingungen ging es wieder nach Norden bis hinter Frankfurt an der Oder. Nach Südwesten wurde es aber zunehmend blau und ich wendet um 16 Uhr mit 135km zum Flugplatz. Bis kurz vor Cottbus lief es auch ganz gut, jedoch hörten hier die Wolken auf und ich glitt vorsichtig ins Blaue hinein. Doch die Luft schien nicht aktiv zu sein und ich kam in 700m an das Kraftwerk bei Cottbus. Dort ging es, ausgelöst durch die Kühltürme mit gutem Steigen auf 1500m. Doch mit Gegenwind und der Hornet reichte es von hier nicht bis ans nächste Kraftwerk Schwarze Pumpe. Ohne andere Optionen glitt ich langsam vor. Die Luft zeigte keine Regung und je näher ich dem Kraftwerk kam, desto mehr zeigte sich, dass ich es maximal bis auf ein paar Felder vor das Kraftwerk schaffen würde. Jedoch stieß ich an einem See noch auf etwas Steigen. Zwar reiche es nicht nach ganz oben, aber ich konnte mich vorsichtig vorarbeiten und traf sogar noch etwas schwaches Steigen. In 1100m kam ich dann über dem Kraftwerk schwarze Pumpe an und fand aber kein richtiges Steigen. Mein Rechner zeigte, dass ich eine 25er Gleitzahl zum Flugplatz bräuchte und normalerweise passt das auch. Doch ich konnte den Wert nicht halten und es war klar, dass ich über den Wald vor dem Flugplatz nicht kommen würde. Davor gab es noch einige Felder und als letzte Hoffnung steuerte ich ein Dorf an welches zwischen 2 Seen lag. Und tatsächlich trug es ganz schwach und ich konnte mich langsam wieder auf Endanflughöhe kurbeln. So kam ich dann doch noch mit letzter Thermik abends in den Platz gesegelt.

01.05. Erster Wertungstag

Es gab eine kleine Racing Task, welche auf dem ersten Schenkel durch Abschirmungen Schwierigkeiten machte. Der Weg aus dem Westen nach Cottbus ging gut, jedoch entschied ich mich mit meinem Teampartner Jan zu einigen Fetzen zu fliegen, die in der Sonne standen. Wie sich herausstellte zogen diese nicht und wir mussten einen großen Umweg zur nächsten Wolke fliegen. Danach ging es über das Kraftwerk Boxberg zurück nach Klix. Zwar wurde ich an dem Tag nur 17. aber da der Punktabstand mit etwas über 60 Punkten zum 2. Platz recht klein war, war noch nichts verloren.

02.05. Zweiter Wertungstag

Die größte Aufgabe des Wettbewerbs mit 382km Racing Task wurde heute ausgeschrieben. Ich flog wieder mit Jan im Team. Wir entschieden uns für einen Abflug weit im Norden und konnten damit eine sehr gute Aufreihung  gegen den Wind nach Westen nutzen. Die Wende lag in der Nähe von Holzdorf und der 2. Schenkel nach Polen lief dann leider nicht ganz so gut. Da ich einen Aufwind besser traf als Jan trennten wir uns und ich flog alleine weiter. Kurz hinter der polnischen Grenze hatte Jan mich aber wieder eingeholt. Wir waren beide tief und mussten uns erst mit schwachem Steigen über den riesigen Wäldern wieder ausgraben. Doch nach der Wende lief es wieder recht gut und wir konnten eine kleine Gruppe einholen. Jetzt hieß es dranbleiben. Jan hatte damit etwas Schwierigkeiten, da sein Flugzeug bei den langen Gleitstrecken einen Nachteil hatte. So war er immer tiefer als ich und der Rest. Es ging dennoch gut voran und vor Boxberg kurbelten wir einen schwächeren Aufwind. Ich entschied mich als erster loszufliegen, obwohl mir noch 100m zur Endanflughöhe fehlten. Doch es trug immer wieder und zusammen mit 2 (EF und HZ) anderen ging es immer weiter. Jeder wollte vor dem anderen ins Ziel kommen. Ich hatte einige wenige Meter Vorsprung. Die EF drehte noch einen Kreis in dem Steigen was ich nur durchflog. Die HZ flog weiter links und stieg etwas besser und kam auf meine Höhe. Wir hatten mittlerweile genug Höhe zum Flugplatz. Auf dem Weg zur Pflichtwende vor dem Flugplatz stieg die HZ neben mir ein paar Meter höher doch dies konnte ich wieder ausgleichen in dem ich die Wende nur am Rand ankratzte, Dadurch gewann ich einige Sekunden und ich drückte die Hornet auf Höchstgeschwindigkeit. Mit 250km/h ging es Richtung Ziellinie und die letzten Kilometer schossen wir im Bodeneffekt auf den Flugplatz zu. Nur wenige Sekunden vor der HZ überquerte ich die Ziellinie und da ich das erste Flugzeug aus der Clubklasse war wusste ich, dass ich und mein Teampartner heute gut dabei waren. Wenig später kam auch Jan an. Ich wurde 3. und Jan aufgrund seines Index sogar 1. Als Preis für den Tagessieg gab es für Jan einen Kalender und wir wollten für mich auch noch einen gewinnen.

03.05. Tagessieg!

Der Plan ging auf, ich habe auch einen Kalander gewonnen. Diesmal gab es eine AAT (man kann sich die Wendepunkte in einem großen Sektor selbst legen). Es ging nach dem Abflug mit einem unglaublichen 120er Schnitt zur ersten Wende an Cottbus vorbei und dann nach Polen. Von dort ging es gegen den starken Wind zurück. Doch der Rückweg lief so gut, dass wir Angst hatten zu früh anzukommen. Aber es ging fast genau auf und ich kam nur wenige Sekunden zu früh an, was nicht weiter schlimm war. Damit hatte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 91 Km/h der 2. Platz schaffte 87km/h. Mein Teampartner Jan kam auf den 3 Platz, da wir uns zwischenzeitlich wieder trennen mussten.

04.05. kleine AAT

Aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen gab es eine kleine AAT und wir flogen auf Sicherheit. Möglichst nicht Aussenlanden war das Ziel um nicht viele Punkte zu verlieren. Wir kratzten beide Wenden nur an und besonders die 2. Wende war sehr schwierig, da es fast gar kein Steigen gab und sich die Thermik erst wieder entwickeln musste. Der Rückweg ging dann wieder besser und am Ende gab das sogar den 4. Platz. In der Gesamtwertung rutschte ich zwar von 1 auf 2 aber mit nur 5 Punkten Abstand. Das entspricht nur wenigen Sekunden einen Fluges!

08.05. Letzter Wertungstag

Es gab eine Racing Task von 294km und es ging vor dem Abflug nur sehr mühevoll aufwärts. Doch schon kurz nach dem Abflug holte uns die UX, die auf dem ersten Platz stand ein. Um nicht so viel zu verlieren, klemmte ich mich ans Heck und blieb auch gut dran. Jedoch stieg mir die LS1 dann nach der Wende weg und traf danach noch eine bessere Linie. Damit war ich unten raus gefallen und hatte Probleme mich wieder auszugraben. Dazu traf ich die Aufwinde im Gegensatz zu den meisten anderen nicht richtig und so kam ich nicht so gut vorwärts. Um die 2. Wende herum lief es wieder ganz gut doch auf dem Heimweg entschied ich mich für einen kleine Umweg umso an einer lockeren Aufreihung entlang zu fliegen. Ich traf wieder die Aufwinde nicht richtig und kam nur langsam voran. Der Tag lief einfach nicht gut und so verlor ich fast 300 Punkte gegenüber dem Tagessieger. Damit rutschte ich in der Gesamtwertung leider auf Platz 4, was nun auch meine endgültige Platzierung war. An dem Tag war ich etwas enttäuscht. Aber letztendlich ist der 4. Platz auch ziemlich gut und bis auf den letzten Tag war ich auch immer sehr gut mit dabei. Ich bekam dann sogar noch einen Preis als bester Junior über alle Klassen.

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