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Höhentraining bei der Luftwaffe in Königsbrück

Datum: 09.03.-10.03.2016

Autor: K. Biechele

Im Rahmen unseres Alpenflugtrainingslagers in Puimoisson, wurden wir vier Sposos am Mittwoch, den 09.03.2016, zu einem Höhentraining bei der Luftwaffe in Königsbruck kommandiert.  Bereits bei der Anreise waren die Unterschiede zwischen Luftwaffe und Heer unübersehbar. Wir haben hotelähnliche Bedingungen in unserer Unterkunft vorgefunden. Der Kühlschrank, eine Couch sowie der große Flachbildschirm gehörten zur Grundausstattung unserer Einzelstuben.

Zu Beginn fand eine Einweisung in die Funktionen des menschlichen Körpers bei Extrembedingungen statt, wobei das Verhalten des Körpers bei Sauerstoffmangel im Vordergrund stand. Danach ging es in den Desorientierungstrainer. Hier wurde nochmals verdeutlicht, dass der menschliche Körper durch falsche Sinneseindrücke getäuscht werden kann. Das Missverhältnis zwischen Wahrnehmung und Realität sind erschreckend.
Im professionellen F-16 Simulator hatten wir die Möglichkeit zu erfahren wie es ist einen Kampfjet zu fliegen.

Am nächsten Tag fand das Highlight unseres Trainings statt, nämlich das praktische Erleben des Sauerstoffmangels in der Unterdruckkammer. Dabei wurden wir mit 20m/s auf eine simulierte Höhe von 7500 Meter gebracht. Nach dem Abstellen des Sauerstoffs stellten sich schnell erste Symptome, wie Schwindelgefühl und erhöhte Atem- und Pulsfrequenzen ein. Weitere Erscheinungen wie Seheinschränkungen, Schweißausbrüche und Ansätze von Handlungsunfähigkeit haben sich schnell bemerkbar gemacht. Bei 70% Sauerstoffsättigung  wurde wieder reiner Sauerstoff hinzugeschaltet und nach nur wenigen Atemzügen ging es uns erstaunlich besser.

Insgesamt war es eine sehr interessante Erfahrung und für uns hat sich nochmals bestätigt, dass man die Problematik des Sauerstoffmangels nicht unterschätzen darf.

                                                                                        

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