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DM ZWICKAU

Zeitraum: 15.06.-27.06.15 /  SpSo. UHLIG , ARNTZ

Autor : Markus UHLIG

 

Schon die Anreise erfolgte bei Nieselregen. Am Wochenende vor dem Wettbewerb zeichnete sich schon ab das die ersten zwei Wertungstage zwar noch gut fliegbares Wetter bieten, aber es danach mit viel schlechtem Wetter weitergeht.

Am ersten Wertungstag sorgte ein plattes Spornrad für Stress vor dem Flug. Glücklicherweise konnte mir der Aeroclub Zwickau mit einem Ersatzrad aushelfen, an dieser Stelle vielen Dank für die unkomplizierte Hilfe! Kurz vor der ersten Wende in Suhl wollte ich eigentlich nochmal Höhe machen um nicht zu tief in das Lee vom Thüringer einfliegen zu müssen. Leider kam an der Stelle wo ich die Thermik vermutet hatte keine und ich entschied mich weiter Richtung Wende zu fliegen. Durch den starken Leeeinfluss kam ich hier dann allerdings schon recht tief an. Im Suhler Becken ist leider die einzigste Landemöglichkeit der Flugplatz Suhl. Ich war schon zu tief um aus dem Becken wieder herauszuspringen, also musste ich im Lee vom Thüringer Wald bei 8/8 breitgelaufener Bewölkung mich in Flugplatznähe ganz vorsichtig wieder ausgraben. Diese Aktion kostete über eine halbe Stunde Zeit. Dann fiel auch das Wetter schon zusammen das ich nur deutlich langsamer die Restaufgabe bewältigen konnte. Bei Thermikende hat dann noch ein Bart im Erzgebirge gefehlt um nach Hause zu kommen, so musste ich in Schöneck im Vogtland auf einen Maisacker gehen.

Der zweite WT führte uns erst Richtung Bautzen und dann übers Erzgebirge zurück. Da ich mich in diesem Gebiet auskannte traf ich die Entscheidung relativ zügig aufs Gebirge während des Rückwegs zu springen. Da dies zu einem günstigen Zeitpunkt erfolgte konnte ich einen kleinen Vorteil gegenüber den anderen erfliegen und damit den Tagesdritten machen.

Nun folgten sieben Tage Regen am Stück, einmal mussten wir aufbauen, wurden dann aber auch wieder neutralisiert. Mittwoch wurde dann mit halbwegs optimistischer Prognose wieder aufgebaut und dann auch geschleppt, schließlich mussten irgendwie 4 WT für eine gültige Meisterschaft zustande kommen. Die Optik zum Nachmittag war dann auch sehr gut, aufgrund der starken Regenfälle die Tage zuvor waren aber die Steigwerte sehr schlecht. Es gab riesige Pulks (manchmal über 20 Flugzeuge), manche waren nur knapp 200m über Platz und es war eine sehr anstrengende Fliegerei. Abflugfrei war erst sehr spät nach 16 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich leider in einer unglücklichen Ausgangsposition und brauchte nochmal über eine halbe Stunde um auf Abflughöhe zu kommen (ca. 600m AGL, höher gings nicht). 17.30 Uhr flog ich ab mit wenig Hoffnung weit zu kommen. Im nächsten Bart Richtung Werdau sah ich schon viele Anhänger auf dem Flugplatz losfahren. 10 Flugzeuge landeten auch wieder am Platz, so dass ich mir ziemlich sicher war das keine Wertung zu stande kam. Deswegen brach ich dann nach 10km ab und landete wieder auf dem Flugplatz. Im Nachhinein erwies sich das als eine richtige Entscheidung, niemand aus dem Starterfeld hat die 100km Mindestdistanz geschafft und damit gabs auch keine Wertung... einmal rückholen gespart :)

Am 3. WT gab es eine AAT, leider flog ich den letzten Sektor zu weit aus. Hier war das Wetter dann doch schlechter als erwartet und ich musste mich erstmal wieder aus 500m Grund hocharbeiten. Das war leider wiedermal sehr zeitraubend...

Da am Freitag, dem letzten WT. erst 3 Wertungen zu Buche standen _musste_ am Freitag geflogen werden. Bei miesester Optik und leichtem Schauerregen wurden wir geschleppt. Die ersten im Grid konnten sich leider nicht richtig oben halten und mussten nochmal geschleppt werden. Zum Glück stand ich ganz hinten und konnte mich dann ganz vorsichtig mit 0,5 an die Basis kurbeln. Anschließend folgte nach kurzem Warten auf etwas besseres Wetter auf Kurs der Abflug und anschließend die Wende im ersten Sektor mit einem 50er Schnitt. Ich kratzte die ersten beiden Setoren also nur an. Dies war von Vorteil, da ein Schauer aus NW kommend die Lücke zwischen sich und dem Luftraum Karlsbad zunehmend dicht machte. Ich erwischte noch eine sehr gut Linie unmittelbar vor dem Schauer und war so rasend schnell im letzten Sektor, allerdings noch 45 Minuten vor der Aufgabenzeit. Hier besaß ich schon Endanflughöhe, schätzte den Tag aber noch nicht so ein das rumkommen das wichtigste ist. Also flog ich nochmal eine Wolke zwischen Geyer und Jahnsdorf an. Hätte diese steigen von einem Meter gebracht wäre ich gut im Zeitplan ein ganz klein wenig zu Zeitig in Zwickau angekommen. Leider brachte die Wolke nur steigen von um die 0,2m/s, so das der Versatz duch den Gegenwind mehr als die gewonnene Höhe ausmachte. Ausserdem kam nun der Schauer immer näher und ließ das System gänzlich zusammenfallen. Also musste ich mit Rückenwind weiter in den Sektor Richtung Osten fliegen um wieder ins etwas bessere Wetter zu gelangen. Nach viel Kampf bließ mich dann der Wind sogar aus dem letzten Sektor nach hinten raus. Hier bekam ich dann allerdings nochmal Anschluss bis an die Basis. Da der Gegenwind aber sehr stark war reichte es nicht mehr bis auf den Flugplatz sondern nur bis Kilometer 7 auf den Zielkreis.

Die Richtige Entscheidung wäre ein Abdrehen sofort bei erreichen des Sektors gewesen und dann auf dem Flugplatz eine 3/4 Stunde vor der Zeit zu landen. Dies haben alle die die rumgekommen sind so gemacht... Das nennt man dann wohl Erfahrung ;)

Durch die Punktemäßig teure Aussenlandung am 1. WT konnte ich leider nur Platz 36 von 43 in einem eng platzierten Teilnehmerfeld machen. Alles in allem war es aber eine spannende Sache, mal das sehr dichte Leistungsniveau einer Clubklasse DM kennenzulernen. Schade das wir nur sehr wenig geflogen sind.

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